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Gulaschkanone

Die Gulaschkanone hat ihren Ursprung in der Versorgung von Armeen im Kriegsfall oder für die Katastrophenintervention in Krisengebieten. Daher rührt auch ihr militärisch anmutender Name. Bis heute wird die so genannte Gulaschkanone weiterhin zur Versorgung von Soldaten und Zivilisten in Krisengebieten eingesetzt. Es geht bei dem Einsatz der Gulaschkanone vorrangig um die Versorgung von einer großen Anzahl an Menschen.

Eine Gulaschkanone ist ein Fahrzeuganhänger, auf dem mehrere Kessel montiert sind, in denen hunderte Liter Eintöpfe oder eben Gulasch zubereitet und warm gehalten werden können, sodass sie leicht für viele Menschen gleichzeitig zugänglich gemacht werden können. Heutzutage wird die Gulaschkanone nicht nur für militärische Zwecke eingesetzt, sondern insbesondere auch in friedlichen Kontexten wie großen Volks- oder Sportfesten, auf denen viele hungrige Gäste versorgt werden müssen.

Das Zubereiten der Speisen in so erheblichen Mengen unterscheidet sich maßgeblich von der traditionellen Zubereitung in einer klassischen Küche. Die spezifische Länge der Garzeiten und die Verwendung des fulminanten Hochdruckkessels erfordern besondere Fachkenntnisse, sodass Köche für die Gulaschkanone eigens für diese Tätigkeit ausgebildet werden müssen. Viele dieser Köche für die explizite Tätigkeit an diesen Kocheinheiten stammen nach wie vor aus militärischen Kontexten. Viele Hilfsorganisationen bilden Köche für die Arbeit an der Gulaschkanone aus, um ihre Hilfstruppen und die Zivilbevölkerung in Krisengebieten mit ihrer Hilfe versorgen zu lassen. In Friedenszeiten arbeiten diese Köche vielfach im Veranstaltungs- und Eventbereich.

Die Arbeit von Köchen an der Gulaschkanone findet dann auf Festplätzen statt. Sehr gut geeignet sind diese Kocheinheiten für die Herstellung und Bereitstellung von Erbsensuppen. Dieses Gericht hat auf deutschen Kirmessen und Sportplätzen mittlerweile einen regelrechten Kultstatus erlangt.

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