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Kesselgulasch

Fragt man nach dem Nationalgericht der Ungarn, bekommt man meist „Gulasch“ zur Antwort. Kenner der Geschichte jedoch wissen, dass es sich bei dem, was wir als Gulasch kennen, eigentlich um das „Wiener Rindsgulasch“ handelt und in Ungarn Gulasch schlicht als Suppe mit verschiedenen Einlagen gilt. Seinen Ursprung hat Gulasch als Eintopf der Magyaren, das Rinderhirtenfleisch, und wurde im Laufe der Zeit in viele Variationen abgewandelt. Von dem durch das Herumziehen der Hirten notwendigen Kochen des Fleisches im Kessel über offenem Feuer leitet sich der Begriff Kesselgulasch ab.

Das originale Kesselgulasch, ungarisch Bogràcsgulyás, wird wie das herkömmliche Gulasch aus Rindfleischwürfeln mit Zwiebeln, Kümmel, Knoblauch, Paprika und Tomaten gekocht. Kurz vor Ende der Garzeit werden jedoch kleine gezupfte Teigstücke aus einem festen Eier-Mehl-Teig zugegeben und mit gekocht. Wer mag, kann Weißbrot zum Kesselgulasch servieren, muss jedoch nicht sein, da durch die Mehl-Einlage ja quasi die Beilage schon inbegriffen ist.


KesselgulaschHeutzutage wird die Tradition des Kesselgulasch Kochens im Kessel über dem offenen Feuer gerne wieder aufgenommen. Speziell konzipierte dreibeinige Verstrebungen über dem Feuer zum Aufhängen des Kessels und auch die benötigten Kessel sind mittlerweile im Fachgeschäft erhältlich.
Statt des allsommerlichen Grillsteaks ist das Kesselgulasch eine gesellige Abwechslung, das Essen unter freiem Himmel zu zubereiten und auch zu verzehren. Man sollte jedoch bei der Planung berücksichtigen, dass ein leckeres Kesselgulasch für mehrere Personen eine Zubereitungsdauer von mindestens vier Stunden über dem offenen Feuer hat.