Ein richtiges Gulasch zuzubereiten will gelernt sein. Nicht nur im Internet kursieren beinahe unzählige verschiedene Varianten des \"klassischen\" Gulaschs, die sowohl hinsichtlich der Zubereitungsart als auch in Hinblick auf die Zutatenliste stark voneinander abweichen können. Viel diskutiert wird zum Beispiel auch, ob es für die Zubereitung eines klassischen Gulasch überhaupt erlaubt ist, das Fleisch anzubraten oder ob das Gericht Paprika oder Zwiebeln enthalten darf. Was bei aller Diskussion jedoch nicht vergessen werden sollte: am wichtigsten ist es bei der Zubereitung dieses köstlichen Schmorgerichtes noch immer, auf den eigenen Geschmack zu vertrauen.
Gulasch ist nicht gleich Gulasch. Auch gibt es heutzutage eigentlich kein einzig wahres oder ursprüngliches Rezept dieses traditionell ungarischen Gerichts. Vielmehr hat jede Familie ihr Gulasch ganz nach dem eigenen Geschmack abgewandelt. So kann ein Gulasch heutzutage beispielsweise mit jeder erdenklichen Fleischsorte zubereitet werden. Probieren sie doch neben Rind oder Schwein auch einmal ein Gulasch mit Putenfleisch oder je nach Sortiment des Lebensmitteladens eine andere Fleischsorte. Bei vielen Supermärkten und Discountern, in denen man heutzutage neben Lebensmitteln auch Reinigungsmittel Elektronik oder Schulbedarf billig kaufen kann, findet sich in der Regel eine gut sortierte Fleisch-Abteilung, in der experimentierfreudige Gulasch-Fans die richtigen Zutaten für ihren nächsten Kochabend finden. Es muss ja auch nicht immer Fleisch sein. Mit einem köstlichen Bohnen- oder Kartoffelgulasch können auch Vegetarier für das beliebte ungarische Schmorgericht begeistert werden.
Für die Zubereitung des Fleisches gibt es zwei verschiedene Varianten. Wer es gerne kross und knusprig mag, kann das Fleisch zunächst in kleine Stücke schneiden und in einer Pfanne oder im Bräter je nach Geschmack mit ein wenig Butter oder Öl anbraten. Damit die Fleischeinlage besonders knusprig wird und dabei jedoch nicht an Saftigkeit verliert, sollten die Stücke portionsweise gebraten werden. So kann das Röstaroma am besten in das Fleisch einziehen. Anschließend werden die Stücke aus dem Bräter genommen, damit Zwiebeln, Tomatenmark und Gewürze darin schonend geröstet werden. Nach einiger Zeit wird das Fleisch wieder hinzugegeben und die Sauce für das köstliche Schmorgericht angerichtet.
Für einige Gulasch-Varianten sollte das Fleisch jedoch nicht vorab angebraten werden. Beim Wiener Saftgulasch werden die Fleischstücke beispielsweise roh auf die Zwiebelstücke gelegt und angedünstet. Diese Zubereitungsart wird auch \"weiß dünsten\" genannt, da hierbei das Fleisch hell anläuft. Im Anschluss an den Dünstungsvorgang gibt man Flüssigkeit hinzu und lässt den Inhalt des Bräters schmoren. Bei dieser schonenden Zubereitungsart bleibt das Fleisch schön zart und saftig.
Während die Puristen unter den Gulaschliebhabern auf eine eher spärliche Zutatenliste schwören, können experimentierfreudige Hobbyköche ihr Gulasch mit aller Art verschiedener Zutaten anreichern und vielfältiger gestalten.
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