Startseite

Traditionelle Zubereitung – weg vom Herd!

Gulasch ist eines jener einfachen Gerichte, die trotzdem etwas ganz besonders haben. Ursprünglich handelte es sich um ein Hirtengericht. Dies zeigt schon der Name, denn im Ungarischen bedeutet gulyás so viel wie Rinderhirte. Innerhalb von Ungarn erfreut sich Gulasch bis in die heutige Zeit großer Beliebtheit. Gulasch im Freien zu kochen hat dort den Stellenwert wie hierzulande das Grillen. Während aber die Zusammensetzung des Rezepts von Region zu Region variiert, sind die benötigten Utensilien überall dieselben. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten der Zubereitung von Gulasch im Freien: den Gulaschkessel und die Gulaschkanone. Daneben lässt sich Gulasch aber selbstverständlich auch in der heimischen Küche kochen.

 



Zur Zubereitung benötigte Gerätschaften

Für die Zubereitung im ursprünglichsten Sinne wird wohl kaum mehr als ein scharfes Messer, Schneidebrett, Topf und Löffel benötigt. Für das Zelebrieren der Zubereitung kann jedoch weit mehr bereitgelegt werden:

Gulaschtopf: Je nach Örtlichkeit ein großer Topf mit dicken Boden (für den Herd); draußen ein Kessel und entsprechende Befestigungsmöglichkeiten. Oder eine Gulaschkanone, welche einen passenden Stellplatz benötigt. Wer entsprechendes Equipment nicht zu Hause hat, sollte vorab Informationen einholen und auch Produktpreise auf Übersichtsseiten vergleichen – die Preise liegen zwischen 30-150€. Wer als Beilage Nudeln reichen möchte sollte auch dafür einen großen Topf und ein Sieb bereitstellen.

Messer & Löffel: Beim Schneiden hat jeder Koch eigene Vorlieben. Ein scharfes Küchenmesser kann ausreichen, jedoch kann ebenfalls ein Messer für Fleisch und eines für Gemüse bereitgelegt werden.
Löffel zum Umrühren sollten natürlich zum gewählten Topf passen und die entsprechende Länge haben. Und nicht zu vergessen, eine Schöpfkelle zum Verteilen!

Schneidebrett: Befindet sich normalerweise in jeder Küche, je nach Präferenz aus Holz, Plastik oder Glas. 

Gulasch-Event im Freien

Wie bereits erwähnt ersetzt das Gulasch in Ungarn den klassischen Grillabend. Statt Bier und Bratwurst Gulasch und Rotwein anzubieten sorgt für originelle Abwechslung. Hierbei stehen mit dem Gulaschkessel und der Gulaschkanone zwei Varianten zur Verfügung. Deutlich traditioneller ist dabei die Zubereitung im Kessel. Wenn dieser am Dreibein über dem offenen Feuer hängt und der Duft des langsam köchelnden Gulaschs nach und nach die Luft erfüllt kommt viel Lagerfeuerromantik auf. Allerdings braucht es ein gewisses Maß an Übung, um über dem offenen Feuer zu kochen. Denn sowohl Hitze als auch Rauch erschweren das Arbeiten. Vor allem das Anbraten von Fleisch und Zwiebeln ist hierbei eine große Herausforderung. Insofern ist es eine Überlegung wert, die ersten Arbeitsschritte in der Küche vorzunehmen und das Gulasch lediglich über dem Feuer durchziehen zu lassen. Wesentlich einfacher verhält sich die Zubereitung mit der Gulaschkanone, da hier die Hitze nicht in gleicher Weise rund um den Topf hochsteigt. Auch das Austeilen des fertigen Gulaschs fällt mit einer Gulaschkanone deutlich einfacher. Insofern ist die Frage Gulaschkessel oder Gulaschkanone die Entscheidung zwischen Romantik und praktischer Handhabung.

 

Quelle Foto: pixabay.com